Um Blockaden zu lösen

ist der Zugang zu den eigenen Gefühlen elementar

Körper-Psychotherapeutische Seminare

Alle unsere seelischen Erfahrungen werden auch im Körper gespeichert und blockieren dort oft Energien. Psychosomatische Krankheiten entstehen auf dieser Ebene. Schlussendlich ist der Körper unser bester Freund. Alles Verdrängte und Unbewusste ist verkörpert. Selbst pränatal und als wir noch ein Baby ohne Sprache waren, sind Körpererinnerungen da. Sie wollen gespürt und verstanden werden, damit sich die dazugehörenden Blockierungen auflösen können.

Wenn wir uns als Paar auseinander gelebt haben, wenn wir in einer dysfunktionalen Ursprungsfamilie mit einer schweren Kindheit groß geworden sind, wenn wir Traumata erlebt haben, dann sind zusätzlich zu den anderen Seminaren tiefenpsychologisch fundierte Körperseminare zur Heilung von Körper und Seele angezeigt. Traumatische Erlebnisse sind zum Beispiel: Weggegeben worden sein, Krankenhaus- und Heimaufenthalte, Aggression, Gewalt, körperlicher oder seelischer Missbrauch, Tod oder Selbstmord eines Elternteils, Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch bei den Eltern oder in der weiteren Familie usw.

Es ist kaum zu glauben, wie viele Paare pro Jahr wieder zusammenfinden durch unsere Bondingseminare. „Bonding“ bedeutet Nähe, bedeutet Intimität. Nehmen wir einmal das Wort Intimität. Es ist abgegriffen. Bei Intimität denken wir in den meisten Fällen – wenn wir sagen „der ist intim mit ihr“ – an sexuelle Beziehungen. Wir wissen gar nicht mehr, dass das Wort einfach nur stärkste, innigste Nähe heißt. Das Wort „Bonding“ bedeutet auch Liebe, Leben, Nähe und Vertrauen.

Viele von uns leiden an einem katastrophalen Mangel, ohne sich dessen bewusst zu sein: Sie sind von ihren Eltern und ihrem Umfeld nicht mit den notwendigen Erfahrungen ausgestattet worden. Sie haben keine Anleitung bekommen und auch nicht das Glück gehabt, in einer Umgebung aufzuwachsen, in der sie hätten ausprobieren und lernen können, sich dem Leben zu stellen. Wenn wir im Zusammenleben mit unseren Eltern, mit unseren Geschwistern, mit den Freunden, oder auch durch die Geschichte unseres Volkes nur erfahren, dass Leben Gefahr darstellt, dass es ein Mühsal ist, eine Bürde, dass es nur Leistung und  Anstrengung ist – wenn wir das erfahren haben und nicht mehr, wenn dieses bisschen Sättigung, jedes bisschen Liebe, jedes bisschen Freude, jedes bisschen Wohlsein, jedes bisschen Erfüllung einen unheimlichen Aufwand bedeuten, dann werden wir es eines Tages satt haben, so weiterzumachen. Es ist nicht einfach, sich dies einzugestehen und zu spüren. Dies alles gilt es aufzulösen, um zu Glück und Erfüllung zu kommen.

Wie viele von uns warten auf Etwas? Bis die Kinder groß sind, noch zehn Jahre im Büro, noch 20 Jahre als Lehrer und dann bin ich endlich frei...Wie viele von uns leben nur auf den Urlaub hin? Wie viele von uns auf die Pensionierung? Und wie viele von uns zählen ungeduldig die Monate und Jahre bis zur Rente, weil ein allgemeines Gefühl uns beherrscht: „Ich werde einfach nicht satt. Ich kann machen was ich will, aber komme nicht auf meine Kosten.“ Wenn das in unserem Leben die Hauptsache ist, dann werden wir auf der Ebene der Gefühle letzten Endes nichts anderes erwarten als Angst, Wut und Schmerz. Diese Angst und Wut erleben wir aber verkappt. Wir erleben sie zugedeckt unter sehr vielen Symptomen: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, ... oder am Abend dann: Schlaflosigkeit. Nicht-mehr-zur-Ruhe-kommen. Wut und Angst verbergen sich oft auch hinter vielen weiteren Symptomen: Migräne, Sehstörungen, Herzbeschwerden, Kreislaufschwäche, zu hoher Blutdruck, zu niedriger Blutdruck, Asthma, Allergien, Magenbeschwerden, Geschwüren, Gallensteinen... – was ihr wollt. Im Grunde genommen kennen wir alle etwas davon.

Es gibt Menschen, die sich nicht freuen können. Sie sagen sich: „Da muss doch noch etwas Negatives im Hintergrund sein. Das gibt es doch gar nicht, dass ich mich einfach so freuen darf. Wir sind oft so karg erzogen worden, dass wir uns Fülle nicht vorstellen können. Wir haben nicht gelernt, uns etwas gönnen zu dürfen und einfach glücklich zu sein. Wenn wir das in unseren Gefühlen spüren, dann erwarten wir vor allem Angst, Schmerz und Wut. Wir sind dauernd angespannt und kontrolliert und können nicht vertrauen. Wir flüchten. Leider erleben wir das meist nicht mehr offen, denn wir gewöhnen uns die verschiedensten Tricks an, um unsere Flucht zu verschleiern. Wir ziehen uns zurück. Wir ziehen uns zurück durch unser Verhalten oder fliehen in ein Symptom hinein. Wir fliehen in die Möglichkeit von unzähligen Suchtmitteln und decken uns zu mit diesen “Mitteln“. Wir stehen verständlicherweise in einem ständigen Kampf gegen alles, was uns unser Defizit spüren lassen könnte. Wir überkompensieren. Jeder von uns weiß, wie sein Kampf aussieht. Ungeheure Geschäftigkeit? Vieles für andere tun? Das sind Diejenigen, die nach Anerkennung suchen, weil sie Anerkennung verwechseln mit Liebe. Liebe ist etwas ganz anderes als Anerkennung. Liebe bekommen wir umsonst. Liebe ist uns gegeben. Und auch wir können Liebe geben, noch und noch. Das ist eine Tatsache, nur wissen wir es nicht. Wir können kaum glauben, dass Liebe unser Geburtsrecht ist, deswegen geht es auch so armselig unter uns zu. Wir könnten händeweise aus dieser Grundliebe schöpfen, sobald wir nicht mehr an den Mangel glauben. Die meisten von uns sind jedoch in einem solchen Defizit, dass wir uns um Andere vor allem deshalb bemühen, um als Gegenleistung ein bisschen Liebe zu bekommen.

Wie viele von uns haben dabei ein Examen nach dem anderen gemacht, nur weil die Anerkennung nicht groß genug war? Wir sind total ausgehungert und jeder kann sich ausmalen, wo und wie er um diese Anerkennung ringt und kämpft. Wir erleben täglich die Opfer dieses Mangels. Da hilft selbst keine Leistungsertüchtigung wie Sport mehr. Es gibt viele Arten der Flucht. Es können Bücher sein, es kann das Fernsehen oder der Computer sein, es kann die Kirche sein, es kann die Politik sein. Es gibt nichts aber auch absolut nichts auf dieser Welt, was wir nicht heranziehen könnten - selbst die edelsten Dinge wie die Kunst. Wo ich meine Augen aber vor der Realität verschließe und infolgedessen auch nicht der Wirklichkeit entsprechend handeln und leben kann, ich mich vor dem Leben verschließe, dort bin ich krank. Dort ist mein Bezug, mein Dialog mit dem Leben, meine Beziehung, meine Begegnung krank und schief. Auf diese Weise kann ich nie bekommen, was ich – im Sinne von Liebe und Leben – brauche.

Wenn wir etwas verändern wollen, sind wir herausgefordert, das alte Leben aufzugeben. Das Alte, was wir sind, muss sterben, um in etwas Neues hineingeboren zu werden. Das macht uns furchtbare Angst, denn wir glauben, dass das was wir gerade leben unser Leben ist. Das stimmt nicht. Leben ist viel grösser, viel weiter, ist unendlich. Das ist die Wirklichkeit. Das allerdings können wir erst begreifen, wenn es in unserem Leben tagtäglich Wirklichkeit wird.

Gesund sein bedeutet nicht einfach den Gegensatz zu körperlich krank- zu körperlichem Defektsein. Gesund bedeutet: Ich bin glücklich! Nicht dass ich keine Sorgen mehr habe, keine Probleme, keine Konflikte, keine Spannungen, keine Auseinandersetzungen, dass ich keine Katastrophen mehr durchleben muss. Wir erleben durch jedes Seminar mehr und mehr, dass wir trotz Konflikten, trotz Problemen, trotz Katastrophen in der Lage sind, es mit dem Leben aufzunehmen und glücklich zu sein.